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Mikao Usui Sensei, 15.08.1865 - 09.03.1926.
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Japan, China, der Mittlere Osten und vor der Kolonialisierung auch die Völker Lateinamerikas beschäftigten sich intensiv mit der Suche nach den Grundprinzipien des Lebens. Heute ist dieses althergebrachte Wissen zu einer Quelle geworden, aus der die westliche Welt schöpft. Die Reiki-Methode zur Verbesserung von Körper und Geist nach Mikao Usui gehört zu den Entdeckungen der letzten Jahrzehnte. Die Idee, durch die Anbindung an eine höhere Energie eine heilsame Wirkung entfalten zu können, ist nicht neu, doch sie war zeitweilig in Vergessenheit geraten. |
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Der Japaner Mikao Usui studierte sein Leben lang spirituelle Wege und energetische Techniken. Bis ihn sein Lehrer mit der Aufforderung konfrontierte: Geh und stirb. Nach mehreren Jahren in einem Zen-Kloster war es Mikao Usui nicht gelungen, die Erleuchtung zu erlangen. Der Tod gilt im Buddhismus als ein Weg dorthin. Mikao Usui zog sich auf den Berg Kurama in Kyoto zurück und bereitete sich auf den Tod vor. Eines Nachts erfuhr er nach tiefer Meditation die Erleuchtung. Und bald entdeckte er, dass er eine besondere Gabe erhalten hatte: Er konnte heilen.
Aus dieser Gabe entwickelte er eine konkrete Methode, die es auch anderen möglich macht, sich mit der universellen Energie zu verbinden und sie heilend einzusetzen. 1922 gründete er die Usui Reiki Ryoho Gakkai (Gesellschaft zur Behandlung mit Usui-Reiki). Bis zu seinem Tod im Jahr 1926 gab Usui Sensei sein System an Schüler weiter.
Zwanzig seiner Schüler erhielten die Erlaubnis, selbst Reiki zu unterrichten. Dazu zählte Dr. Chujiro Hayashi, ein Marinearzt, der noch zu Usui Senseis Lebzeiten auf dessen Empfehlung hin eine eigene Reiki-Praxis gegründet hatte. Hayashi Sensei war für die Verbreitung des Reiki-Systems in der Welt sehr wichtig. In den 1930er Jahren bildete er eine Hawaiianerin japanischer Abstammung in Reiki aus, Hawayo Takata. Durch sie kam die Reiki-Heilmethode in den Westen, noch heute gehen die Einweihungslinien der meisten Reiki-Lehrer auf sie zurück.
Hayashi Sensei war als Lehrer in ganz Japan unterwegs. In der Provinz Ishikawa belegte die gerade erst 17-jährige Chiyoko Yamaguchi ab 1938 Shoden- und Okuden-Seminare bei ihm. Ihr Onkel Wasaburo Sugano war Hayashi Senseis Organisator, deshalb lernten viele Mitglieder der Familie Reiki bis zum Lehrergrad. In der Familie Yamaguchi gehört Reiki seither zum Alltag und in ihrer jahrzehntelangen Praxis konnten sie viele Erfahrungen sammeln und erstaunliche Heilerfolge beobachten.
Mitte der 1990er Jahre kamen Chiyoko und ihr Sohn Tadao Yamaguchi durch Zufall in Kontakt mit Praktizierenden von westlichem Reiki. Da sie merkten, dass sich die Praxis auf der Reise durch den Westen stark verändert hatte, gründeten sie 1999 ihr eigenes Jikiden Reiki Institut. „Jikiden“ heißt „direkt übertragen“ – in diesem Fall von Hayashi Sensei. In Jikiden Reiki-Seminaren wird Reiki so unterrichtet, wie Hayashi Sensei es traditionell lehrte.
Die Recherchen in Japan von Frank Arjava Petter, Chris Marsh und anderen brachten noch weitere ursprüngliche japanische Reiki-Techniken ans Licht. Im Grunde geht es stets um die direkte Verbindung mit der universalen Quelle, doch es gibt verschiedene Wege und Techniken, wie man mit dieser Energie in Kontakt treten und mit ihr arbeiten kann. An dieser Stelle möchte ich meinen Lehrern Claudio Márquez, Laura Navarro, Einar Stein und insbesondere Frank Arjava Petter und Tadao Yamaguchi von Herzen danken, die mich auf meinem Weg begleitet, inspiriert und großzügig unterstützt haben.
Es gibt nicht nur eine Art und Weise, wie man Reiki kennenlernen und erleben kann – das Abenteuer seiner Entdeckung ist unglaublich reich und vielfältig! Sicher wird Reiki sich als lebendiges System auch künftig weiterentwickeln, unser Verständnis wird wachsen. Herzstück aber bleiben die Weisheit, die liebende Motivation und der klare Geist Usui Senseis.